Wissenswertes

Ferrit-Magnete


Wir erhalten immer wieder Anfragen zum Thema Ferrit-Magnete. Hier haben wir Ihnen die häufigsten Fragestellungen zusammengestellt und beantwortet.

  1. Was sind Ferrit-Magnete?
    Magnete aus Hartferrit sind die kostengünstigsten und weltweit verbreitetsten aller Magnetwerkstoffe. Die Rohstoffe sind im Wesentlichen Eisenoxid, Bariumkarbonat bzw. Strontiumkarbonat. Aus Hartferrit können sowohl isotrope als auch anisotrope Magnete hergestellt werden. Anisotrope Ferrit-Magnete verfügen über eine Energiedichte, die mehr als 300 % höher als die isotroper Magnete ist. Je nach Ausgangsmaterial unterscheidet man zwischen Bariumferrit und dem höher koerzitiven Strontiumferrit.
    Wir führen sowohl Ferrit-Magnete in Quader-, Ring- und Scheibenform als auch Hufeisen-Magnete aus Ferrit.

  2. Was sind die Eigenschaften von Ferrit-Magneten?
    Dauermagnete aus Ferrit verfügen über eine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit und Funktionsfähigkeiten zwischen -40°C und +250°C. Sie sind in hohem Maße chemikalienbeständig. Sie sind unempfindlich gegen Oxidation und Witterungseinflüsse. Sie sind darüber hinaus ungiftig und verhalten sich bei ihrer Vernichtung auf Mülldeponien umweltfreundlich. Selbst direkter Kontakt mit Lebensmitteln gilt als unbedenklich.

  3. Was ist bei Ferrit-Magneten zu beachten?
    Vor der Verwendung von Ferrit-Magneten ist der Anteil Barium im Magneten zu beachten. Da Barium zur Gruppe der Schwermetalle gehört, ist es bei bestimmten Anwendungen sinnvoll, auf Strontiumferrit-Magnete zu setzen.

  4. Wo kommen Ferrit-Magnete zum Einsatz?
    Hauptanwendungsgebiete sind Massenprodukte wie Haftmagnete, Lautsprecher- und Motorenmagnete. Unter anderem als elektrische Bauteile von magnetischen Materialien spielen Permanentmagnete aus Ferrit in Elektrotechnik, Elektronik, Automobil, Fahrzeugindustrie etc. eine wichtige Rolle. Sie werden auch gerne in Medizintechnik, Bergbau und Metallurgie, Industrieautomation und Raffinerien eingesetzt.

  5. Wie werden Ferrit-Magnete hergestellt?
    Ferrit-Magnete werden durch ein aufwändiges Pressverfahren hergestellt, dem ein Sinterverfahren folgt. Auf diese Weise ist eine sehr ökonomische Produktion der Teile in einer enormen Vielfalt an Größen und Formen möglich.
    Die Rohstoffe werden nach der Eingangskontrolle gewogen, gemischt, vorgesintert und zu einem feinen Pulver mit hexagonalen Kristallen vermahlen. Bei isotropen Magneten wird anschließend das Vormaterial granuliert und verpreßt. Die Herstellung anisotroper Magnete unterscheidet zwei Verfahren. Im ersten wird das Vormaterial erst getrocknet und anschließend im Magnetfeld gepreßt. Im zweiten Verfahren wird das Vormaterial unter Einfluß eines Magnetfeldes naßgepreßt. Anschließend erfolgt das Sintern, Endarbeiten und Reinigen. Je nach Kundenwunsch wird die Oberfläche bearbeitet, markiert, magnetisiert oder beschichtet.

  6. Literatur zu Magneten: