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15 Jahre - kleine Firmengeschichte

EsUrkunde-02 ist kaum zu glauben, aber mit seiner nun 15jährigen Firmengeschichte gehört der Magnetladen zu den „Dinosauriern“ des Handels mit Neodymmagneten im deutschsprachigen Raum.

 

2003 Originelles Geschenk gesucht

Aus den USA lässt sich der Physiker Dr. Ulrich Meier - auf der Suche nach originellen Weihnachtsgeschenken - Neodymmagnete schicken. In Deutschland sind diese neuen superstarken Magnete noch nicht zu bekommen, denn sie sind durch Lizenzen geschützt. Magnete aus Ferrit und aus AlNiCo sind in Industrie und Handel, in Forschung und Bildung im Einsatz. Dass es für diese unbekannten Neodymmagnete einen „Markt“ geben würde, ist 2004 noch Zukunftsmusik. Die verschenkten Neodymmagnete begeistern die Beschenkten, und damit könnte die Episode ihr Ende finden – wenn nicht Betriebswirt Thorsten Seiler die Ärmel hochgekrempelt hätte...

 

2004 Vom Geschenk zum Verkauf

Ein Teil der Neodymmagnete wird nicht verschenkt. Er schlummert in der Schreibtischschublade, bis die Idee geboren wird, diese überzähligen Magnete doch auf der Plattform E-Bay zu verkaufen. Noch ist all das nur eine nette Privatbeschäftigung, doch Thorsten Seiler ahnt, dass es sich lohnt, diese Magnete zu verkaufen – sie verkaufen sich gleichsam „wie von selbst“ und die Nachfrage ist enorm. Gleichzeitig laufen Lizenzen aus, und Neodymmagnete werden auch im deutschsprachigen Raum frei verkäuflich. So wird aus der Weihnachts- überraschung eine Geschäftsidee, ein Gewerbe, eine Einzelunternehmung.

 

2005 Gründung der GmbH & Co. KG

Was als Liebhaberei begann, wird schnell zu einer zielgerichteten Unternehmung. Der Verkauf „aus der Schublade heraus“ ist bald nicht mehr möglich, denn die Nachfrage ist groß, die bestellten Mengen wachsen ebenso. Kellerräume werden entrümpelt: Es muss ein Lagerplatz für die Magnete her. Während Dr. Meier weiter seinen beruflichen Aktivitäten nachgeht, konzentriert sich Thorsten Seiler auf diesen schnell wachsenden Verkauf und professionalisiert, was einst eine 'exotische Idee' war. Der Physiker steuert fachliches Knowhow bei, der Betriebswirt befasst sich mit den ründungsfragen einer Firma. Es wird ein Businessplan geschrieben, ein Logo entwickelt, Buchhaltungssoftware installiert, ein professioneller Internet- auftritt gestaltet und vieles mehr. Schließlich erfolgt der Eintrag ins Handelsregister: Die Magnetladen Meier & Seiler GmbH und Co. KG ist geboren und mit ihr die Verwaltungs GmbH. Geschäftsführer ist von Beginn an Thorsten Seiler, Gesellschafter und Kommanditisten sind Seiler und Dr. Meier. Geschäftsstandort ist Seilers Privatwohnung in der Detmolder Blumenstraße.

 

2006 China ist weit...

Schon früh war deutlich: Magnete, insbesondere Magnete aus NdFeB, eben jene superstarken Neodym- magnete haben ihren Ursprung in China. Zwar gibt es weltweit diverse größere Vorkommen von Seltenen Erden, insbesondere Neodym, doch abgebaut wird zu beinahe 100% in China. Folglich lautet die logische Konsequenz: Es müssen Kontakte zu chinesischen Herstellern geknüpft werden. Das ist das eigentliche Abenteuer. Nicht nur fordern die chinesischen Hersteller die Vorfinanzierung der bestellten Ware, sondern sie sind auch schwer zu überzeugen, mit einem kleinen deutschen Unternehmen zusammen zu arbeiten. Außerdem sind mit chinesischen Lieferungen schon viele Europäer „auf die Nase gefallen“ - es ist noch lange nicht klar, ob Lieferungen überhaupt eintreffen und dann dem Bestellten entsprechen. Chinesische und deutsche Qualitätsvorstellungen liegen oft weit voneinander entfernt. Es braucht zeit- und nervenaufreibende Recherchen und zahlreiche fein formulierte E-Mails, die zunehmend den für den Handel mit Chinesen so wichtigen angemessenen Ton finden, ehe sich nach und nach Lieferanten finden lassen, die diesem kleinen deutschen Unternehmen die geschäftspartnerschaftliche Hand reichen und bereit sind zu liefern. Die ersten CN-Feller-2008Lieferungen sind begleitet von schlaflosen Nächten und der freudig-ängstlich-gespannten Erwartung dessen, was da wohl per Spedition aus Ningbo über Shanghai über Hamburg nach Detmold kommt...

 

2008 Besuch aus der Volksrepublik und gepackte Umzugskisten

Inzwischen ist die Kooperation mit vier chinesischen Handelspartnern gefestigt. Auch wenn es noch immer aufregend ist, eine 30.000-US-Dollar-Schiffslieferung in Empfang zu nehmen, so ist es doch mittlerweile „Alltagsgeschäft“. Gar nicht alltäglich ist allerdings die große Ehre, dass sich einer der chinesischen Handelspartner mit einer Delegation zum Besuch der Firma in Detmold ankündigt. 2008 werden zum ersten Mal Geschäftspartner aus Ningbo im Magnetladen persönlich begrüßt. Gleichzeitig wird das Wohnhaus endgültig zu klein für die benötigten wachsenden Lagerkapazitäten, und die Firma zieht um in gemietete Geschäftsräume in die Detmolder Wittekindstraße mit ArbLZ_090408eitsplätzen für die Mitarbeiterin und weitere nun einzustellende Kräfte - und einem Lager, das über eine hinreichend breite Zufahrt für LKW zu erreichen ist.

 

2009 Systemumstellung

Nach den neuen Firmenräumen braucht es auch eine neue Buchhaltungssoftware. Mittlerweile werden täglich große Mengen Aufträge geschrieben, Rahmenverträge mit Kunden abgeschlossen, immer mehr große Industriekunden wenden sich mit Sonderanfertigungswünschen an den Magnetladen. Das Sortiment ist stetig gewachsen, neben den Verkauf von reinen Rohmagneten aus NdFeB, Ferrit und AlNiCo sind längst Magnetprodukte und in Deutschland weiter verarbeitete Kombiprodukte in das Magnetladen-Angebot übernommen worden, ebenso Druckaufträge für die Werbemittelindustrie. 2009 geht der Magnetladen mit einer neuen Buchhaltungssoftware an den Start, ebenso mit einem völlig neu gestalteten Internetauftritt. Beides verlangt viel Arbeit im Hintergrund.

 

2010 Magnetladen-Magnete im Hagebaumarkt

Nach wie vor sind Neodymmagnete im Einzelhandel nur sehr selten erhältlich. Gefragt werden sie jedoch zunehmend, und so beginnt der Magnetladen eine Kooperation mit dem Hagebaumarkt Ziesak in Oberhausen und Bochum. Dort ist nun ein Teil des Magnetladen-Sortiments im stationären Einzelhandel erhältlich. Nach und nach kommen weitere Hagebaus hinzu – die einzelnen Geschäfte der Baumarktkette sind inhabergeführt, und so ist es möglich, nur in ausgewählten Märkten das Sortiment anzubieten.

 

2011 Umfirmierung und leise Überlegungen zu neuen Wegen

Das 2008 noch so groß wirkende Magnetlager ist inzwischen beinahe schon wieder zu klein. Überall in den Firmenräumen lagern Magnete, regelmäßig erreichen mittlerweile neben der Seefracht Luftfrachtlieferungen mit Halle-20Sonderanfertigungen den Magnetladen, die inzwischen an Kunden in ganz Europa geliefert werden. Dr. Meier wohnt und arbeitet längst in Berlin und hat sich aus der Arbeit im Magnetladen vollständig zurückgezogen. Nun wird dies manifest: Dr. Meier verlässt die Firma, und Thorsten Seiler wird alleiniger Gesellschafter. Ab 2011 heißt die Firma nun Magnetladen Seiler GmbH & Co. KG. Unterdessen ist auch die Konkurrenz gewachsen: Mittlerweile haben sich mehrere Firmen in Deutschland auf den Rohmagnethandel spezialisiert, dazu kommen diverse „schwarze Schafe“ in der Branche, die mit „Killermagneten“ das schnelle Geld machen wollen. Die Nachfrage nach Neodymmagneten ist exorbitant gestiegen, der Magnetladen muss sich immer wieder als kompetenter und seriöser Ansprechpartner beweisen. In China führt gleichzeitig die extrem steigende Nachfrage nach dem Rohstoff Neodym, der zunehmend z.B. im Elektronikbereich eingesetzt wird, zu einem Umdenken in Bezug auf den Welthandel. Die aufstrebende Volksrepublik will nicht nur Rohstoffe, sondern fertige Bauteile liefern. Doch bei steigenden Preisen und wachsenden Mitbewerbern behauptet sich der Magnetladen nicht nur am Markt, sondern wächst weiter. Die 2008 bezogenen Firmenräume werden langsam, aber sicher schon wieder zu klein. Thorsten Seiler und seiner Lebenspartnerin Christa Voßkamp wird langsam deutlich: Größere Firmenräume müssen her, ein erheblich größeres Lager wird gebraucht. Geträumt wird von eigenen Räumen, Firma und Wohnhaus. Ein Objekt zu finden, das diesen Vorstellungen entspricht, das zudem eine LKW-Zufahrt und ebenerdige Lagerräume benötigt, wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

 

2012 Höhepunkt der Neodymkrise und Umzug nach Schlangen

„Ich habe das geeignete Objekt für Sie!“ Mit diesem Anruf eines Maklers beginnt, was eigentlich Zeit in Anspruch nehmen sollte. Im lippischen Schlangen, etwa 20 km von Detmold entfernt, verkehrsgünstig an der B1 vor den Toren Paderborns gelegen, steht eine Gewerbehalle, deren Fassungsvermögen das des Detmolder Lagers bei weitem überschreitet, dazu auf einem Grundstück gelegen mit Wohnhaus in einem Wohn-Gewerbe- Mischgebiet. Das Objekt ist „ein Traum“ - und diesen Traum erfüllen sich Thorsten Seiler und Christa Voßkamp. So verrückt es 2004 war, ein Unternehmen zu gründen, das viele für „Spinnerei“ hielten, so verrückt ist es, auf dem Höhepunkt der Neodymkrise über eine derartige Investition und Expansion nachzudenken – und sie zu tätigen. Mittlerweile hat sich Neodym auf dem Chef-und-Hund-01Weltmarkt um sagenhafte 500 % verteuert, viele Firmen und glücklicherweise vor allem die „schwarzen Schafe“ sind inzwischen wieder verschwunden, nur die wenigen Rohmagnetfachhandel „der ersten Stunde“ können sich weiterhin am Markt behaupten. Es erfordert unermüdlichen Einsatz, den Kunden die extremen Verteuerungen und lange Lieferzeiten zu erklären und „schmackhaft“ zu machen. Die Kompetenz des Magnetladen zeigt sich hier, indem mit Kunden gemeinsam alternative Lösungen gesucht und gefunden werden. Eine geschickte und kundenorientierte Preispolitik tut ein Übriges. Der Magnetladen verliert trotz Neodymkrise und völlig neuen Preisgefüges nicht einen seiner geschätzten Groß- und Dauerkunden. Gegen Ende 2012 hat sich der Neodymmarkt stabilisiert. Die Preise stagnieren und gehen wieder leicht zurück.

Gleichzeitig wird der Umzug von Detmold nach Schlangen bewältigt. Im Juli 2012 rollt LKW um LKW über die B1 von Detmold nach Schlangen. Mit einem Magnetlager umzuziehen, ist auch für die beauftragte Spedition Neuland. Nicht nur müssen tonnenweise Material bewegt werden – dieses Material hat es eben auch „in sich“. Magnete sind vor allem eines, nämlich magnetisch. Und sie lassen sich weder ohne weiteres im LKW stapeln noch sind sie routinemäßig in die wesentlich aus Stahl bestehenden Fahrzeuge zu verfrachten.

Firmen- und Privatumzug werden gleichwohl innerhalb von nur einem Arbeitstag und dem sich anschließenden Wochenende bewältigt; die meisten Kunden merken nur an der veränderten Firmenanschrift, dass ein Umzug stattgefunden hat.

Seit Juli 2012 beliefert der Magnetladen seine Kunden nun aus eigenen Firmengebäuden und einer großen Lagerhalle in Schlangen im Teutoburger Wald. Und unser Sicherheitsdienst auf vier Pfoten namens Paul hat alles im Blick.

 

2014 Den Export freut es – der Import erlebt eine neue Herausforderung

Nachdem sich die Lage am Rohstoffmarkt beruhigt hat, kommt es zum Währungsproblem: Gegen Ende des Jahres 2014 muss den Kunden wiederum erklärt werden, dass Magnete im Preis gestiegen sind. Diesmal ist es nicht der Rohstoffmarkt, der die Preissteigerung bewirkt, sondern die notwendigen Währungsumrechnungen für Dollarraumimporteure. So sehr der Export vom starken Dollar profitiert, so sehr leidet das Importgeschäft unter der Talfahrt des Euro. Zeitweise nähern sich US-$ und € einem 1:1-Verhältnis an, was einer Preissteigerung von annähernd 20% entspricht. Wiederum ist viel Kommunikation und kaufmännisches Geschick notwendig, um diese Herausforderung zu meistern.

 

2015 Anziehend seit 10 Jahren

Vor zehn Jahren zweifelte so mancher an der Idee, erfolgreich Magnete zu verkaufen. Doch die Stimmen derer, die das für eine verschrobene Idee hielten, sind verstummt: Die Magnetladen Seiler GmbH & Co. KG kann so stolz wie dankbar ihr 10. Geschäftsjubiläum feiern. Besonders freut es, dass dies mit einem weiteren Besuch aus China möglich ist: Der 10-yearsGeschäftsführer des ersten Unternehmens, das mit dem Magnetladen die Zusammenarbeit wagte, kommt persönlich zum Jubiläumsbesuch nach Schlangen.

Mittlerweile ist der Magnetladen langjähriger Handelspartner in Industrie und Handwerk, Forschung und Bildung, innerhalb Deutschlands und für Kunden in ganz Europa. In zahlreichen Fliegengittertüren, Möbeln, Automobilen, Schaltkästen und Modellbahnen halten und schalten Magnetladen-Magnete, unzählige Schulkinder nehmen Magnete aus dem Teutoburger Wald in die Hand, wenn im Physikunterricht der Magnetismus auf dem Lehrplan steht, und auch in Österreich, Dänemark und Tschechien, in Frankreich, Kroatien und Estland, sogar auf Island und Malta sind Magnete aus dem Magnetladen inzwischen zu Hause. Und so kann der Magnetladen auf zehn Jahre zurück blicken auf das, was eine chinesische Glückwunschkarte zur Gründung wünschte:

Viel Erfolg!

 

2016 Der Magnetladen macht Schule

Nicht zufällig ist der Magnetladen seit jeher im schulischen Bereich stark, arbeitet zum Beispiel mit den Universitäten Münster und Gießen in Entwicklungspartnerschaften an neuem Unterrichtsmaterial: Gleich zwei Beschäftigte kommen aus dem didaktisch-schulischen Bereich und geraten auch bei Begriffen wie "Spiralcurriculum" nicht ins Stottern.
Nun besinnt sich der Magnetladen auf diese alte Stärke und baut das Schulsortiment in Zusammenarbeit mit Schulen und Hochschulen sowie weiteren Institutionen massiv aus, hat dabei Lehrpläne und häufig geäußerte Wünsche im Blick.

 

2018 Eine besondere neue Mitarbeiterin

Anna-2018-kleinZu Beginn der 2000er Jahre lösten einfache Scheibenmagnete aus Neodym (NdFeB) bereits bestaunte Aha-Erlebnisse aus; Neodymmagnete waren weitgehend unbekannt. Mittlerweile haben sich die enormen Möglichkeiten von Neodymmagneten herumgesprochen und die Wünsche an Magnete werden immer größer - und manchmal auch verrückter. Entwicklungsabteilungen in der Industrie melden immer ausgereiftere Vorstellungen an die Leistungen eines Neodymmagneten an und äußern wohl durchdachte Sonderwünsche an Formen, Magnetisierungsrichtungen oder andere Anforderungen. Um diesen gestiegenen Anforderungen zu begegnen, ist seit 2018 mit Anna Zhong eine Mitarbeiterin für den Magnetladen direkt in China unterwegs und hat ein waches kompetentes Auge auf alle Entwicklungs- und Produktionsphasen.